Vergütung der Apotheken wird in zwei Schritten angehoben –
Janssen dankt Apothekern für Geduld und Einsatz
Die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen begrüßt die
beschlossene Änderung der Apothekenvergütung als wichtigen
Schritt zur Stärkung der Apotheken vor Ort. Mit der neuen
Regelung wird das sogenannte Apothekenfixum, also die
Pauschalvergütung für die Abgabe verschreibungspflichtiger
Arzneimittel, in zwei Schritten angehoben.
Zunächst steigt das Fixum von bisher 8,35 Euro auf 9,00 Euro.
Zum 1. Januar 2027 folgt die weitere Anhebung auf 9,50 Euro.
Damit erhalten die Apotheken nach Jahren steigender Kosten
und zunehmender Belastungen eine dringend notwendige
wirtschaftliche Entlastung.
„Unsere Apotheken leisten jeden Tag einen unverzichtbaren
Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Gerade bei uns im
ländlichen Raum sind sie oft die erste Anlaufstelle für die
Menschen, beraten verlässlich, sichern die
Arzneimittelversorgung und fangen vieles auf, was sonst
zusätzlich Arztpraxen und andere Bereiche des
Gesundheitswesens belasten würde“, erklärt Anne Janssen.
„Deshalb ist es gut und richtig, dass ihre Arbeit nun endlich
stärker anerkannt wird.“ In diesem Zusammenhang ist es von
Bedeutung, dass bestimmte Dienstleistungen künftig auch in
Apotheken erbracht werden können. Beispielsweise Impfungen
oder auch Blutentnahmen. Das entlastet die Hausärzte und stärkt
die Fachlichkeit der Apotheken. Auch wurde klar geregelt, dass
es keine Apotheken ohne Apothekerin oder Apotheker geben
kann.
Janssen macht zugleich deutlich, dass der Weg bis zum
Beschluss aus ihrer Sicht zu lange gedauert hat. „Ich bedaure sehr, dass dieser Prozess nicht so schnell gegangen ist, wie es die
Lage vieler Apotheken eigentlich erfordert hätte. Viele Betriebe
stehen seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die
Kosten sind gestiegen, die Aufgaben sind gewachsen, aber die
Vergütung ist lange nicht ausreichend angepasst worden“, so
Janssen.
Umso wichtiger sei es nun, dass die beschlossene Erhöhung
tatsächlich komme und bei den Apotheken ankomme. „Das ist
kein Luxus, sondern eine Frage der Versorgungssicherheit. Wer
möchte, dass Menschen auch künftig wohnortnah, persönlich
und verlässlich mit Arzneimitteln versorgt werden, muss dafür
sorgen, dass Apotheken wirtschaftlich arbeiten können“, betont
die Abgeordnete.
Positiv bewertet Janssen auch, dass handelsübliche Skonti
künftig wieder zulässig sind, wenn sie als Gegenleistung für eine
vor Fälligkeit geleistete Zahlung gewährt werden. Dies könne
zusätzlich dazu beitragen, die wirtschaftliche Lage der
Apotheken zu stabilisieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist aus Sicht Janssens die stärkere
Einbindung der Selbstverwaltung. Künftig sollen der
Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die maßgebliche
Spitzenorganisation der Apotheker im Benehmen mit dem
Verband der Privaten Krankenversicherung regelmäßig einen
gemeinsamen Vorschlag zur Anpassung der Vergütung
erarbeiten. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet eine
Schiedsstelle.
„Es ist richtig, dass die Apothekerschaft künftig stärker an der
Weiterentwicklung ihrer Vergütung beteiligt wird. Apotheken
kennen die Realität ihrer Arbeit, die Kostenentwicklung und die
täglichen Herausforderungen am besten. Diese Erfahrung muss in
solche Entscheidungen einfließen“, sagt Janssen.
Ihr besonderer Dank gelte den Apothekerinnen und Apothekern
sowie ihren Teams. „Ich weiß, dass viele Apotheken in den
vergangenen Jahren sehr viel Geduld aufbringen mussten. Dafür
bin ich dankbar. Vor allem aber danke ich den Apothekerinnen,
Apothekern und ihren Mitarbeitenden für ihren täglichen Einsatz
für die Menschen. Sie haben trotz schwieriger
Rahmenbedingungen verlässlich weitergemacht. Das verdient
Respekt und Anerkennung.“
Gerade für kleinere Städte und Gemeinden seien Apotheken weit
mehr als reine Abgabestellen für Medikamente. Sie seien Teil der
sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur vor Ort.
„Apotheken gehören zur Daseinsvorsorge. Sie sind nah bei den
Menschen, sie kennen ihre Kundinnen und Kunden, sie beraten
persönlich und niedrigschwellig. Deshalb ist dieser Beschluss
ein wichtiges Signal: Wir brauchen starke Apotheken – auch und
gerade im ländlichen Raum“, erklärt Anne Janssen abschließend.